Wärmeübertragungsanlagen beheizen (oder kühlen) in der herstellenden Industrie Maschinen und Apparate. Die heat 11 GmbH & Co. KG in Bielefeld ist auf Wärmeübertragungsanlagen nahezu jeder Art spezialisiert. In der Chemischen Industrie sind diese etwa bei der Reaktortemperierung oder der Herstellung von Farbpigmenten und Flüssigkristallen im Einsatz. Im gesamten Bereich der Kunststoffverarbeitung sind Wärmeübertragungsanlagen etwa für die PET- und CD-/DVD-Produktion unverzichtbar. Zunehmend spielt auch die Wärmerückgewinnung eine große Rolle, so die aktuellen Erfahrungen von Dietmar Hunold, einem der Geschäftsführer von heat 11.
Öl oder Wasser?
Je nach Anforderungen muss der Betreiber eine grundsätzliche Entscheidung treffen: Wasser oder Öl als Medium? Und wenn Öl, dann mineralisches oder synthetisches Öl? Oberhalb von 200 Grad wird wegen des Dampfdrucks überwiegend Öl eingesetzt; dieses kann bis auf 350 Grad drucklos gefahren werden. Damit kommt die gesamte Anlage mit deutlich geringeren Wandstärken aus. Zudem ist Öl im Gegensatz zu Wasser nicht korrosiv. Wasser als Medium führt dagegen schon bei 200 Grad zu einen Druck von 16 bar, bei 250 Grad zu einem Druck von 40 bar.
Sind Temperaturen von über 350 und bis 400 Grad, etwa bei der Bodenaufbereitung oder der Herstellung von Halbleitern und gedruckten Schaltungen nötig, kommt nur noch synthetisches Öl in Frage.